Wir erforschen empirisch, wie soziale Bedingungen wirtschaftliches und politisches Handeln sowie Einstellungen beeinflussen. Beispielsweise erforschen wir, wie wechselnde Gerechtigkeitsvorstellungen auf soziale Ungleichheit wirken, ob Männer oder Frauen unabhängig von ihrer Produktivität aufgrund ihres Geschlechts benachteiligt werden, ob man Unterschiede kapitalistischer Länder durch deren historisch gewachsene Kultur erklären kann. Und uns interessiert, unter welchen Umständen Menschen sich mit Europa identifizieren.

Wie forschen wir?

Wir nutzen quantitative Methoden, um Zusammenhänge empirisch aufzuzeigen. Qualitative Methoden nutzen wir, um empirisch zu verstehen, welche Mechanismen einen Zusammenhang hervorbringen. Wir betreiben anwendungsoffene Grundlagenforschung. Unsere Forschung orientiert sich somit an klassischen soziologischen Fragen: Ist menschliches Handeln durch soziale Situationen oder individuelle Charaktereigenschaften erklärbar? Inwiefern funktionieren soziale Systeme, die auf dem rationalen Eigeninteresse von Individuen basieren – und inwiefern benötigen Unternehmen und Gesellschaften darüber hinausgehend die Verpflichtung ihrer Mitglieder auf gemeinsame Werte und eine gemeinsame Identität? Welche Wohlfahrtsstaaten und Kapitalismusvarianten tragen am ehesten dazu bei, dass Menschen jene Lebensentwürfe realisieren können, die sie mit einem guten Leben verbinden? Dabei widmen wir uns empirisch der Beantwortung konkreter gesellschaftlicher Probleme: Müssen Männer oder Frauen aufgrund ihres Geschlechts unterschiedlich viel leisten, um eine vergleichbare Stelle zu kriegen? Gelingt es Demokratien auf die Gerechtigkeitsvorstellungen ihrer Bürger einzugehen? Wird der deutsche Sozialstaat liberaler? Gibt es eine europäische Identität, auf der die Europäische Integration aufbauen kann?

Hausarbeitsthemen

Derzeit vergeben wir besonders folgende Themen für Abschlussarbeiten:

  1. Wie gehen Zeitungsdiskurse über gerechte soziale Ungleicheit mit realer Ungleichheit zusammen?
  2. Wie gehen Zeitungsdiskurse über soziale Ungleichheit mit Parteiprogrammen zum Thema soziale Ungleichheit einher?
  3. Wie gehen soziale Ungleichheit und Sozialpolitik miteinander einher?
  4. Wie gehen Lebenszufriedenheit und soziale Ungleichheit miteinander einher?
  5. Unter welchen Umständen verdienen Männer und Frauen unterschiedlich viel / sind beruflich unterschiedlich erfolgreich und mit welchen Variablen kann man das erklären?
  6. Welche Formen von europäischer Identität gibt es in Europa und wie verhalten diese sich zu nationaler Identität? Wie kann man Identifikation mit Europa erklären, welche Folgen hat sie und wie verändert sie sich?
  7. Welche Kapitalismusvarianten / Wohlfahrtsstaaten gibt es und mit welchen Einstellungen / wirtschaftlichen Folgen oder Vorbedinungen gehen Sie einher?
  8. Unter welchen empirischen messbaren Umständen sind Menschen mit ihrem Leben zufrieden?
  9. Bedingen materielle Gründe, warum Menschen populistische Parteien wählen / favorisieren oder erklärt sich dies durch Sorge vor Zuwanderung?
  10. Wann identifizieren sich Menschen mit Europa und befürworten ein weiteres Fortschreiten der Europäischen Integration?
  11. Wie unterscheiden sich Einstellungen, Gerechtigkeitsvorstellungen, Kapitalismusvarianten und Wohlfahrtsstaaten zwischen europäischen Ländern und darüber hinaus?

Generelle Tipps für gute Hausarbeiten und zu Fragen des Studiums

Damit Sie wissen, was bei einer Haus- oder Abschlussarbeit von Ihnen erwartet wird, finden Sie im folgenden auch Links zu Dokumenten, die Ihnen einen kurzen Einblick darin geben, wie Sie ein gelungenes Referat halten und eine gute Hausarbeit schreiben. Außerdem sagen wir Ihnen, wie wir Hausarbeiten bewerten, damit Sie die Standards kennen, an denen Sie sich orientieren sollten.

Regeln

Beachten Sie die Regeln auf dieser Webseite. Sie gelten – zumindest in meinem Arbeitsbereich – auch für den Wissenschaftsbetrieb. Besonders allergisch reagiere ich auf

  • Nominalstil,
  • Passiv und
  • lange Schachtelsätze.

Vermeiden Sie all dies! Schreiben Sie stattdessen so, dass Sie es selber mühelos und gerne lesen könnten. Drücken Sie komplizierte Gedanken mit einfachen Worten aus. Eine einfache Zusammenfassung guter Schreibregeln kommt von George Orwell:

1. Never use a metaphor, simile, or other figure of speech which you are used to seeing in print.
2. Never use a long word where a short one will do.
3. If it is possible to cut a word out, always cut it out.
4. Never use the passive where you can use the active.
5. Never use a foreign phrase, a scientific word, or a jargon word if you can think of an everyday English equivalent.
6. Break any of these rules sooner than say anything outright barbarous.